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Die Eingewöhnung: Die Wochen, die vorher niemand beschreibt

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Was du konkret tun kannst

  • Frag vor dem Start nach dem Modell. Nach welchem arbeitet die Kita, wer ist die Bezugserzieherin, was passiert, wenn es länger dauert als geplant? Eine Einrichtung, die darauf klar antwortet, gibt dir mehr Sicherheit als jeder Ratgeber.
  • Plane Puffer ein, nicht das Beste. Wenn der Wiedereinstieg an einem Datum hängt, rechne mit drei Wochen. Jede Woche, die du nicht brauchst, ist ein Geschenk. Andersherum wird es eng, und die Enge überträgt sich.
  • Verabschiede dich — jedes Mal. Kurz, freundlich, immer gleich, und dann geh wirklich. Nicht wegschleichen, auch wenn es in dem Moment einfacher wäre. Ein Kind, das gelernt hat, dass du plötzlich weg sein kannst, behält ab da die Tür im Blick statt die Kinder.
  • Sitz in der Grundphase langweilig herum. Das ist tatsächlich die Aufgabe: da sein, ansprechbar bleiben, nicht animieren. Wer sein Kind in die Gruppe schiebt, nimmt ihm den sicheren Punkt weg, von dem aus es selbst losgehen könnte.
  • Achte auf das Wiedersehen, nicht auf den Abschied. Freut es sich? Weint es endlich? Beides ist gut. Reagiert es gar nicht mehr — sprich das an, noch am selben Tag.
  • Verplane die Trennungszeit. Ein Weg, ein Kaffee, ein Anruf. Nicht vor der Tür stehen bleiben und lauschen. Das hilft niemandem, dir am wenigsten.
  • Sag den Erzieherinnen, wie es dir geht. Sie kennen das. Und eine Eingewöhnung läuft besser, wenn alle Beteiligten wissen, wo sie stehen — auch die Erwachsenen.

Am Ende steht nicht ein Kind, das gelernt hat, ohne dich auszukommen. Am Ende steht ein Kind, das gelernt hat, dass du wiederkommst.

Mamma Mia – wir schaffen das!

Der Text wurde liebevoll vorbereitet und unter Zuhilfenahme von KI erstellt.

Häufige Fragen

Wie lange dauert eine Eingewöhnung wirklich?

Das Berliner Modell rechnet mit sechs Tagen im schnellsten Fall und zwei bis drei Wochen im Regelfall – und die Entscheidung darüber fällt erst am vierten Tag, beim ersten Trennungsversuch. Wer vorher einen Termin für den Wiedereinstieg braucht, sollte drei Wochen einplanen und sich über jede Woche freuen, die er nicht braucht.

Mein Kind weint beim Abschied. Läuft die Eingewöhnung schlecht?

Nicht zwangsläufig. Weinen beim Abschied ist Protest, und Protest ist ein gutes Zeichen: Das Kind hat verstanden, was passiert, und meldet sich. Kritisch ist das Gegenteil – ein Kind, das sich nicht mehr trösten lässt oder gar nicht mehr reagiert. Der verlässlichere Gradmesser ist ohnehin das Wiedersehen, nicht der Abschied.

Darf ich mich heimlich davonstehlen, wenn mein Kind gerade spielt?

Besser nicht. Ein Kind, das feststellt, dass die Mutter ohne Ankündigung verschwinden kann, beobachtet ab dann die Tür statt die anderen Kinder. Der kurze Schmerz eines klaren Abschieds ist leichter zu tragen als die Unsicherheit danach.

Was mache ich, wenn ich selbst nicht loslassen kann?

Das darfst du erst mal aussprechen – auch gegenüber den Erzieherinnen. Es ist häufiger als gedacht und kein schlechtes Zeichen. Praktisch hilft, sich die zwanzig Minuten vorher zu verplanen: ein Weg, ein Kaffee, ein Anruf. Nicht vor der Tür warten.

Quellen

  1. Braukhane, K. / Knobeloch, J. (2011): Das Berliner Eingewöhnungsmodell – Theoretische Grundlagen und praktische Umsetzung. KiTa Fachtexte, Kooperation Alice Salomon Hochschule Berlin / INA gGmbH – https://www.kita-fachtexte.de/fileadmin/Redaktion/Publikationen/KiTaFT_Braukhane_Knobeloch_2011.pdf
  2. nifbe – Niedersächsisches Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung: Berliner Eingewöhnungsmodell – https://nifbe.de/fachbeitraege/berliner-eingewoehnungsmodell/